Verkehr

  • Wo fliesst der Verkehr während der Bauarbeiten?

    Ausserhalb des Seetalplatzes werden provisorische Verkehrsführungen kleinräumig eingerichtet. Zusätzlich wird der Verkehr grossräumig umgeleitet, dass nur so viel Verkehr in den Baustellenbereich einfliesst, wie es die aktuelle Verkehrssituation zulässt. Um die Bauarbeiten und damit die Belastung der Direktbetroffenen (Bauarbeiter, Anwohner) minimal zu halten, sind zeitweise auch Totalsperrungen vorgesehen. In diesen Fällen wird in zwei Schichten zwischen 6 und 22 Uhr gearbeitet. Im Bereich der SBB sind auch Nachtarbeiten vorgesehen.

    Am Seetalplatz werden zuerst die neuen Anlageteile erstellt – Knoten Schiff entlang des Bahndammes über die Kleine Emme bis zur Seetalstrasse – und dann der Verkehr auf diese umgeleitet. Danach werden die bestehenden Anlagen etappenweise umgebaut.

  • Wann starten die Bauarbeiten und wie lange dauern sie?
    Die Arbeiten zum Verkehrsprojekt starten 2013 und dauern bis 2018.
  • Was passiert mit dem Bahnhof Emmenbrücke?
    Mit dem Masterplan Luzern Nord wird der Bahnhof Emmenbrücke aufgewertet. Neu werden alle Buslinien zum Bahnhof Emmenbrücke geführt. Die Busse halten direkt vor dem Bahnhof und/oder beim neuen Bushof. Es entsteht ein attraktiver Umsteigeknoten Bahn-Bus und Bus-Bus. Das städtebauliche Konzept sieht den neuen Bushof als interessante Begegnungsstätte vor. Das Strassenprojekt und das Siedlungskonzept lassen die Möglichkeit offen, den heutigen Bahnhof später den zukünftigen Anforderungen anzupassen und zu einer viergleisigen Anlage auszubauen.
  • Wieso gibt es keine Sonderfinanzierung?
    Im Strassenbau stehen zweckgebundene Einnahmequellen zur Verfügung. Auch grosse, strategisch wichtige Projekte sollen primär mit den zweckgebundenen Mitteln und durch Priorisierung im Strassenbauprogramm finanziert werden. Das Projekt Seetalplatz erfüllt überdies die gesetzlichen Vorgaben für eine Ausnahme nicht. Gemäss § 5 Absatz 3 FLG ist eine Sonderfinanzierung für Infrastrukturprojekte möglich, die mindestens 3/10 einer Einheit der Staatssteuern beanspruchen. Bezogen auf die Rechnung 2010 entspricht dies einem Betrag von rund 170 Millionen Franken. Die Nettokosten für den Kanton aus den Verkehrs- und Hochwasserschutzprojekten am Seetalplatz erreichen eine Höhe von rund 129 Millionen Franken. Aus diesen Gründen ist es gestützt auf das geltende Recht unzulässig, eine Sonderfinanzierung zu beschliessen. Ein solcher Beschluss wäre nur möglich, wenn der Gesetzestext vorher entsprechend angepasst würde.
  • Wie profitiert der Langsamverkehr vom Ausbauprojekt?
    Für den Radverkehr gibt es zusammen mit dem Busverkehr ein eigenes Trassee vom Bahnhof Emmenbrücke bis Reussbühl. Für die Fussgängerinnen und Fussgänger gibt es neue Übergänge à Niveau (keine unattraktiven Unterführungen mehr) und die Fusswege entlang der der Kleinen Emme und Reuss werden aufgewertet.
  • Auf welchen Verkehrsmengen basiert das Ausbauprojekt am Seetalplatz?
    Aufgrund der verfügbaren Szenarien bzgl. Verkehrs- und Siedlungsentwicklung nimmt der motorisierte Individualverkehr bis 2030 im Kanton Luzern um durchschnittlich rund 20 Prozent zu. Unter Berücksichtigung der Siedlungsentwicklung im Raum Luzern Nord sind es hier rund 25 Prozent.
  • Gehören die Stausituationen am Seetalplatz nach Realisierung des Bauprojekts der Vergangenheit an?
    Das Verkehrssystem am Seetalplatz wird deutlich leistungsfähiger als heute. Die dem Projekt zugrunde gelegte Verkehrsprognose rechnet mit einer Verkehrszunahme von 25 Prozent bis 2030. Dank dem Neubauprojekt und den weiteren Massnahmen auf der Achse Luzern-Rothenburg wird der Verkehrsfluss auf dem Seetalplatz und seinen Zubringerstrecken massgeblich verbessert.
  • Wie viel kosten die Massnahmen für den Verkehr am Seetalplatz und wie werden diese finanziert?
    Für das Verkehrsprojekt wird mit Investitionskosten von rund 151 Millionen Franken gerechnet. Davon sind 134 Millionen Franken der Investitionsrechnung Strassen und 17 Millionen Franken der Investitionsrechnung öffentlicher Verkehr zuzurechnen. Nach Abzug der Beiträge des Bundes, von Gemeinden und Interessierten verbleiben für den Kanton Luzern Nettokosten von 120.25 Millionen Franken.
  • Wie wird gewährleistet, dass der öffentliche Busverkehr reibungslos funktioniert?
    Zwischen dem Kreisel Kreuzstutz und dem Seetalplatz sind für den öffentlichen Busverkehr separate Busspuren vorgesehen (Flühmühle – Kreustutz und Einmündung Lindenstrasse bis Knoten Schiff). Im Bereich des Seetalplatzes zirkulieren die öffentlichen Busse auf einem eigenen Trassee. Bei Lichtsignalanlagen werden die öffentlichen Busse zudem bevorzugt. Im Weiteren sind Busspuren vom Sprengiplatz bis Sonnenplatz, Kreisel Christoph bis Autobahnausfahrt Emmen Nord sowie von Neuenkirch und Ruswil vor der Sprengi vorgesehen.

    Das Betriebs- und Massnahmenkonzept sieht weitere Massnahmen zur Verkehrslenkung auf die Autobahn und zur Busbevorzugung vor.

    Vom Bahnhof Emmenbrücke bis Reussbühl wird der öffentliche Verkehr zukünftig auf einem eigenen Trassee, kombiniert mit dem Langsamverkehr, verkehren. Vor der heutigen Unterführung Seetalstrasse entsteht ein neuer Bushof mit attraktiven Umsteigemöglichkeiten und verschiedene Haltestellenstandorte werden angepasst.