Gestalterische Grundlagen

Verschiedene gestalterische Grundlagen beeinflussen die Entwicklung in Luzern Nord:

  • Strassenraumgestaltung
    Die Strassen im Gesamtverkehrssystem Luzern Nord werden im Kontext der Siedlungsplanung projektiert. Bei der Gestaltung der Strassen bzw. des gesamten Strassenraums werden die Ansprüche der verschiedenen Anspruchsgruppen soweit möglich berücksichtigt. Frühzeitig wurden entsprechende partizipative Verfahren eingeleitet. Es erfolgte ebenfalls eine gestalterische Begleitung. So wurde beispielsweise um den Seetalplatz bereits unmittelbar nach der Zweckmässigkeitsbeurteilung eine städtebauliche Studie durchgeführt, die letztlich zu "Epsilon optimiert" geführt hat. Für die Gestaltung der Gerliswilstrasse wurden frühzeitig in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Emmen Grundlagen und Möglichkeiten ausgelotet, die nun als wesentliche Inputs für die konkrete Planung dienen.
     
  • Brückengestaltung
    Für die gestalterisch wichtigen Brücken (Zollhausbrücken A und B, Emmenfeldbrücke sowie SBB-Brücke) wurde bereits vor Planungsbeginn in einer gestalterischen Begleitgruppe unter Einbezug der Stadt Luzern sowie der Gemeinden Emmen und Littau, dem Denkmalschutz sowie namhaften Architekten festgelegt, welche Anforderungen an die Gestaltung gelten. Diese Begleitgruppe ist nun auch in die Projektierung eingebunden. Wichtig für die Neugestaltung war es, dezente Baukörper zu errichten, welche sich ideal in das allgemeine Städtebild integrieren. Für die in einem separatem Projekt geplante SBB-Brücke konnten die gestalterischen Aspekte direkt mit den SBB besprochen und definiert werden.
     
  • Landschaftsgestaltung/Umwelt
    Die Umweltverträglichkeit des Projektes ist mittels einer Umweltverträglichkeitsprüfung nachzuweisen. Die entsprechenden Untersuchungen laufen zurzeit, die Resultate werden durch kantonale und Bundesbehörden überprüft. Neben den rechtlichen Vorgaben ist es dem Kanton Luzern ein Anliegen, die landschaftsgestalterischen Aspekte vor allem im Bereich Kleine Emme hoch zu gewichten. In Absprache mit dem Hochwasserschutzprojekt Kleine Emme werden die Ufer der Kleinen Emme hochwertig gestaltet, notwendige Eingriffe ins Flussbett möglichst umweltverträglich vorgenommen und für unumgängliche bauliche Elemente Ersatzmassnahmen (z. B. im Bereich Reusszopf) realisiert.