Der Seetalplatz

Der Seetalplatz ist das Zentrum des Entwicklungsschwerpunkts Luzern Nord und zentraler Verkehrsknotenpunkt des Kantons Luzern.

Als Verkehrsknoten wird der Seetalplatz von über 50'000 Fahrzeugen pro Werktag und von fünf Buslinien befahren. Wichtige Radverkehrsachsen führen ebenfalls über diesen Knoten. Die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung der letzten Jahre hat immer längere und häufigere Staus zur Folge. Auch in Zukunft ist mit einer erheblichen Verkehrszunahme zu rechnen.

Der Seetalplatz grenzt im Südwesten an die Kleine Emme. Die Unwetter vom August 2005 führten an dem Platz und in seiner Umgebung zu enormen Überschwemmungsschäden an Bauten und Anlagen. 

Seetalplatz

Die unbefriedigende Hochwasserschutz- und Gesamtverkehrssituation beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität in den hauptsächlich betroffenen Gemeinden Emmen und Luzern, sondern erschwert auch die Erreichbarkeit und vermindert die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Luzern.

Im Raum Seetalplatz-Bahnhof Emmenbrücke bietet sich die einmalige Chance, die Verkehrswege und den Flussraum neu zu gestalten und das Gebiet gleichzeitig städtebaulich zu entwickeln. Die notwendigen Massnahmen für den Verkehr und für den Hochwasserschutz sind stark voneinander abhängig.

Das Bauprojekt Hochwasserschutz und Neugestaltung der Verkehrsinfrastruktur im Gebiet Seetalplatz umfasst eine zweckdienliche Lösung für die Verkehrswege, verbessert den Hochwasserschutz und schafft die Voraussetzung für eine optimale städtebauliche Entwicklung.

Die Luzerner Stimmbevölkerung hat am 17. Juni 2012 den Hochwasserschutz und die Neugestaltung des Verkehrs im Gebiet Seetalplatz gutgeheissen und den dafür erforderlichen Sonderkredit von 190 Millionen Franken bewilligt. Am 6. Juli 2012 gab der Regierungsrat grünes Licht für das Hochwasserschutzprojekt und am 7. Dezember 2012 für das Strassenprojekt.