Bauarbeiten

Vorarbeiten

Im Spätherbst waren erste Vorbereitungsarbeiten für den Hochwasserschutz ausgeführt worden. Am augenfälligsten war die Entfernung der Ufervegetation und markanter Einzelbäume. Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt worden war die Umsiedelung von Amphibien an geeignete und von den Bauarbeiten nicht beeinträchtigte Lebensräume.

Auf den 12. November 2012 waren die Verkehrsbeziehungen für den Fussgänger- und Fahrradverkehr neu markiert und signalisiert worden. Dadurch wurde das eigentliche Baugelände frei für die Erstellung der Bauabschrankungen und –sicherungen. Im Bereich der neuen SBB Brücke am Reusszopf wird die Verlegung des Thorenbergkanals vorbereitet.

Am 19. November 2012 erfolgte die Eingabe zur Ausschreibung der Baumeisterarbeiten für die neue SBB Brücke am Reusszopf. Die Vergabe der Baumeisterarbeiten ist erfolgt und der Baustart ist auf Mitte Februar 2013 vorgesehen.

Im Kantonsblatt Nr. 3 vom 19. Januar 2013 wurden die Baumeisterarbeiten Seetalplatz, Naturgefahren – Wasserbau ausgeschrieben. Die Eingaben der Angebote sind bis am 8. März 2013 einzureichen.

Bauarbeiten

 

Schwerpunkte der diesjährigen Bauarbeiten

Eine der zentralen Massnahmen am Seetalplatz ist die Schaffung eines zweiten Flussasts für die Kleine Emme, um die notwendige Gerinnekapazität der Kleinen Emme vor ihrer Einmündung in die Reuss zu erhalten. Dazu muss der bestehende SBB Damm südlich der Kleinen Emme oder in Fahrtrichtung Luzern durch zwei neue SBB Brücken ersetzt werden. Das Erscheinungsbild dieser zwei neuen SBB Brücken orientiert sich an der bestehenden SBB Brücke über die Kleine Emme. Auch ist von aussen nicht erkennbar, dass es sich um zwei Brücken – je eine pro Gleis – handelt.

Um die notwendige Gerinnekapazität für den Abfluss eines hundertjährigen Hochwassers (HQ100) zu erhalten, würde eine Brücke mit einer lichten Weite von 27 m genügen. Gebaut wird aber eine Brücke mit einer Spannweite von 32 m. Zum einen wird sie damit gleich lang wie die bestehende Brücke, zum anderen steht genügend Raum zur Verfügung, um die künftige Langsamverkehrsachse unter den SBB Gleisen hindurch führen zu können.

Im Februar 2013 beginnen mit den Fundationsarbeiten für die neuen SBB Brücken die eigentlichen Hochwasserschutz-Massnahmen. Der Zeitraum für diese Arbeiten fällt in eine mehrmonatige Periode, in welcher in der Regel der Grundwasserspiegel tief und die Gefährdung der Baustelle durch Hochwasser sehr gering ist.